Es plätschert wieder am Klaus-Groth-Brunnen. Für 35 000 Euro hat die Bürgerstiftung Kiel die Brunnentechnik renovieren, Infotafeln aufstellen und Scheinwerfer installieren lassen. Damit hat die Vprgerstiftung, die im letzten Jahr gegründet wurde, ihr erstes größeres Projekt beendet.
"Die Bürgerstiftung möchte sich an die Tradition der Spendenfreudigkeit in Kiel anschließen", sagte Vorsitzender Prof. Jost Delbrück. bei der Neu-Einweihung . "Schließlich wurde das Klaus-Groth-Denkmal auch ursprünglich von Bürgern finanziert." 1912 schuf der Bildhauer Heinrich Nißfeldt im Auftrag Kieler und Berliner Bürger die Statue und die Brunnenanlage für Klaus Groth, der 1899 in Kiel gestorben war. An das Werk des plattdeutschen Dichters und Universitätsprofessors erinnern am Brunnen Reliefs und Zitate aus der Sammlung "Quickborn". Auf den neuen Infotafeln sind die Gedichte ins Hochdeutsche übersetzt.
Im Zweiten Weltkrieg wäre die Statue beinahe eingeschmolzen worden. Auf einem Schrottplatz in Hamburg wurde sie 1974 entdeckt, so dass der damalige Bürgermeister Andreas Gayck das Denkmal 1949 nochmal einweihte. Der Brunnen selbst allerdings war lange Zeit außer Betrieb. Nun sind die Rohre saniert so dass die sechs Fontänen wieder sprudeln können. Eine Zeitschaltuhr stellt sie nachts ab und schaltet stattdessen vier Scheinwerfer ein, die den Brunnen beleuchten. Das Grünflächenamt hat die Fläche zum Kleinen Kiel nun mit einem Blumenbeet gestaltet, um das Parkbänke stehen. Ein Ort der zum Verweilen einlädt - vielleicht um Gedichte zu lesen? |